Zeitungsartikel "Freie Presse" - "Zwei Frauen sterben bei Verkehrsunfall "




Zeitungsartikel "Freie Presse" - "Horror-Unfall: Der Tod raste mit"



Zeitungsartikel "Freie Presse" - "Nach Horror-Unfall gilt Tempo 50"



Zeitungsartikel "Freie Presse" - "Strafe ja , Vergeltung nein"



Am 10.Juli 2006 fand in Aue die Gerichtsverhandlung gegen Dr. Windisch  wegen fahrlässiger  Tötung statt.

An diesem Tag standen wir das Erste mal seit dem Unfall, dem Mann gegenüber, der wegen überhöhter Geschwindigkeit unserer geliebte Jacqueline und ihre Freundin Jana fahrlässig getötet hat. Er wirkte so kalt und abgeklärt auf mich und er konnte uns nicht einmal ansehen. Natürlich entschuldigte sich Dr. Windisch vor Gericht bei uns, aber ich dachte nur: "Gut einstudiert!"

Für uns war Jacqueline unschuldig, auch wenn es andere gab die geteilter Meinung waren, was auch so manchen Zeitungsberichten zu verdanken war. Trotzdem glaubten wir noch an "GERECHTIGKEIT!" und hofften, dass durch die Gerichtsverhandlung endlich alle von Jacquelines Unschuld überzeugt werden.

Es wurden vier Zeugen geladen und alle sagten das Dr. Windisch mit viel zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Der  Gutachter  bestätigte es mit den Worten: "Jacqueline war unschuldig und sie konnte zu keiner Zeit den Unfall verhindern, während  Dr. Windisch, wenn er die vorgeschriebene Geschwindigkeit eingehalten hätte(70 km/h)(selbst bei 80 km/h hätte der Unfall verhindert werden können), den Horrorunfall verhindern hätte können!".

Die Richterin sprach Dr. Windisch schuldig und verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen und fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung!

Unsere Jacqueline war frei von Schuld. Das war für uns das aller wichtigste. Auch wenn das Urteil für zwei  Menschenleben sehr mild ausfiel,  so waren wir erleichtert, das alles hinter uns zu haben. Nun konnten wir  in Ruhe um unsere Jacqueline trauern. Es sollte aber alles anders kommen, denn Dr. Windisch legte Berufung  ein! Wir konnten es alle einfach nicht fassen.

Am 06.März 2007 fand in Zwickau die zweite  Verhandlung statt. Es wurden keine Zeugen geladen, denn die waren ja schließlich nicht nötig. Der Gutachter wurde aber wieder geladen und wiederholte seine Aussage.  Nur eine Frage konnte er nicht 100 % beantworten. Man fragte ihn,  wem die Bremsspure am Unfallort zuzuteilen wäre .Da  die Polizei vor Ort auch nicht ihrer Arbeit korrekt nachgegangen ist, konnte diese Bremsspur nicht genau zugeordnet werden.

Dr. Windisch hatte bei diesem Prozess zwei Anwälte an seiner Seite. Mir schien es so, als wenn einer der Anwälte sich über uns lustig machte. Wie soll man denn sonst  folgende Aussage beurteilen:

 " HAND AUFS HERZ , ES FÄHRT DOCH JEDER EINMAL SCHNELLER UND WENN MEIN MANDANT AUF DER HAUPTSTRASSE FÄHRT; KANN ER DOCH DAVON AUSGEHEN DAS DIE STRASSE FREI IST WENN ER KOMMT!!! "

Diese Verhöhnung scheint das Gericht aber überzeugt zu haben, denn Dr. Windisch wurde von der fahrlässigen Verkehrsgefährdung frei gesprochen. Er wurde nur noch für fahrlässige Tötung  verurteilt.

" EIN HOCH DER JUSTIZ !!!!!! "

Der Richter wies darauf hin, dass Dr. Windisch auch gegen dieses Urteil Berufung einlegen kann, aber die Nebenkläger alles so hin nehmen müsse wie es ist.

DAS IST DEUTSCHES RECHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  Toll soll heißen: Der Angeklagte verlässt mit einem Lächeln den Gerichtssaal und die Opfer oder Hinterbliebenen kommen sich vor wie die Angeklagten. Eine SCHANDE ist das.

An der Kreuzung passieren ständig Unfälle, aber die Straßenbaugesellschaft meint ja, die Kreuzung sei ungefährlich, man muss halt nur aufpassen.

Komisch ist nur, dass so vieles verändert wurde nach dem Horrorunfall. Es darf nur noch 50 km/h gefahren werden( früher waren 70kmh erlaubt) , das Orteingangsschild wurde weiter nach hinten versetzt, außerdem wurden auch noch die Sträucher am Straßenrand entfernt, weil sie die Straßeneinsicht behinderten und ein Blitzer wurde auch noch aufgestellt. Das alles obwohl doch nach Meinung der Straßenbaugesellschaft die Kreuzung soooooooooooooooooooo… ungefährlich ist.

Durch diese Änderungen wurde für  unsere Jacqueline und deren Freundin Jana unbewusst ein Denkmal gesetzt. Vielleicht passieren dadurch nicht mehr so viele Unfälle an dieser Kreuzung!!!





Zeitungsartikel "Freie Presse" Ist Rasen alltägliches Fehlverhalten ?"


Zeitungsartikel "Freie Presse" Ist Rasen alltägliches Fehlverhalten ?"
Kommentar zur Unfallschuldfrage

 

Quelle der Artikel: Freie Presse Aue



 
Zeitungsartikel "Chemnitzer Morgenpost"- "Sechs Monate auf Bewährung..." 





 

Quelle Bild oben : Chemnitzer Morgenpost


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